Google Authorship (Screenshot: Frank Krause / Google)
Google Authorship (Screenshot: Frank Krause / Google)

Google Authorship – Das Bild neben dem Suchergebnis

„Wie bekomme ich dieses Bild von mir neben die Suchergebnisse?“ – Diese Frage stellte ich mir vor einigen Wochen. Im Netz findet man dazu zahlreiche Herangehensweisen, die allerdings alle etwas schwammig formuliert oder (für mich) unschön umzusetzen sind. Nach viel Fluchen und Verzweiflung habe ich dann aber eine Möglichkeit gefunden, die sowohl mich, als auch Google, zufriedenstellt. Darum hier ein Überblick, was dabei alles zu beachten ist.

Die Google Authorship ist eigentlich eine gute Erfindung. Zum einen kann man überall im Netz sein „Revier markieren“, es wird auf weitere Artikel des Autors hingewiesen und man wertet es die Suchergebnisse ungemein auf, wenn ein Bild daneben erscheint. Nun gibt einem Google mehrere Möglichkeiten und Voraussetzungen an die Hand, die aber offensichtlich nicht ganz vollständig sind.

Voraussetzungen

So nennt der Suchgigant folgende Punkte als Grundlage für die Verknüpfung:

  1. Nehmen Sie ein Profilfoto, auf dem Ihr Gesicht gut zu erkennen ist.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie auf jeder Seite mit Ihren Inhalten namentlich als Urheber genannt werden, z. B. in der Form „Autorin: Suse Blinkert“.
  3. Der genannte Name muss mit dem Namen in Ihrem Google+ Profil übereinstimmen.

Ausreichen tut dies offenbar noch nicht. Ich musste zusätzlich in den Optionen meines Profils unter dem Punkt  Profil in der Suche auswählen, dass dieses in den Suchergebnissen erscheinen darf. Weiterhin ist es, für die von mir bevorzugte Variante, nötig im Profil unter Macht mit bei die Domains einzutragen, unter denen ich schreibe. Vor allem, wenn man für mehrere Seiten schreibt, wird man um diese Möglichkeit nicht herum kommen. Die von Google beschriebene alternative Variante basiert nämlich auf dem Eintragen je einer Mailadresse pro Domain.

Bestätigen Sie, dass Sie eine E-Mail-Adresse mit derselben Domain haben, auf der auch Ihre Inhalte liegen, z. B. suse.blinkert@wired.com. […]

Umsetzung

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, gibt es nun auch in der Umsetzung verschiedene Möglichkeiten. Das Eintragen der Mailadresse ist die einfachste aber – wie ich finde – auch anfälligste Variante.

Darum schlägt Google als Alternative vor einen Link innerhalb der Seite zu setzen, der per „rel“-Attribut auf die Autorenschaft hinweist. Das sieht dann in etwa so aus:

<a href="https://plus.google.com/117128707976849313774?rel=author">Frank Krause

Der Link setzt sich aus dem Link zum Google+-Profil und dem Attribut „rel=author“ zusammen. Das Schöne daran: Diese Variante lässt sich unmittelbar im Test-Tool von Google überprüfen. Allerdings finde ich es persönlich recht unschön jedes Mal  irgendwo in oder um den Artikel einen sichtbaren Link auf das Google+-Profil setzen zu müssen.

Aus diesem Grund habe ich mich für eine Variante entschieden, die sich so gar nicht in Googles Dokumentation zu finden ist. Nämlich das Verlinken per link-Tag im Header der Seite.

<link rel="author" href="https://plus.google.com/117128707976849313774" />

Diese Zeile muss zwischen <head> und </head> platziert werden. Auch hier gibt das Test-Tool von Google ein positives Feedback und, wie man in den Suchergebnissen sehen kann, scheint es auch zu funktionieren.

Fazit

Im Endeffekt muss jeder für sich selbst entscheiden, welche der drei Varianten er bevorzugt. Das unsichtbare Verlinken im Header ist meiner Meinung nach die unauffälligste und zugleich effektivste Variante, auch im Hinblick auf die Autorenschaft über mehrere Domains hinweg. Das setzt allerdings voraus, dass man Zugriff auf die Templates der Seiten hat.

Letztendlich hängt es von Google selbst ab, ob man wirklich für dieses Feature freigeschaltet wird. Bei mir hat es gar einige Wochen gedauert, bis die Freischaltung dann endlich per Mail verkündet wurde.

Bestätigungsmail von Google (Screenshot: Frank Krause / Google)

Über den Autor

Fernseh- & Internetnerd, Newsjunkie und nebenberuflicher Twitterer. Immer fasziniert von dem, was mit den Medien möglich ist - und enttäuscht davon, was sie dann tatsächlich tun. Frank Krause schreibt über die Licht- und Schattenseiten eines Business, das ihn seit seiner Jugend unendlich fasziniert.

3 Kommentare

  • Lothar Mader

    Hallo,
    mein Name ist Lothar.
    Leider ist auch Ihre Beschreibung viel zu unpräsise. Zumindest für Personen, die wenig Ahnung haben. Geschrieben, für Menschen, die sowieso schon wissen, wie es geht. Sorry, soll keine Beleidigung sein.
    1.
    Ich fange mal an mit den Voraussetzungen:
    Stellen Sie sicher, dass Sie auf jeder Seite mit Ihren Inhalten namentlich als Urheber genannt werden, z. B. in der Form “Autorin: Suse Blinkert”.
    Soll ich auf jeder Statischen Seite meiner Webseite und in jedem Artikel meinen Namen schreiben. Wenn ja: Wo genau? Gesehen habe ich das noch nicht. Können Sie mir einen Link geben, wo ich das mal sehen kann. Würde doch komisch aussehen. Könnte höchstens ganz unten meinen Namen schreiben. Quasi also Unterschrift.

    2.
    Bestätigen Sie, dass Sie eine E-Mail-Adresse mit derselben Domain haben, auf der auch Ihre Inhalte liegen, z. B. suse.blinkert@wired.com. […]

    Ich verstehe nur „Bahnhof“. In meinem Google+ Profil habe ich eine Email-Adresse. „Eine Email-Adresse mit derselben Domain haben… Ich habe echt keine Ahnung, was Sie hier meinen.

    3.
    Sie schreiben: Für die Umsetzung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hätten Sie diese Möglichkeiten exakt mit 1., 2., 3. beziffert. Dann würde man schon klarer sehen.
    Der Code auf der Webseite soll also meinen Namen enthalten (zwischen den eckigen Klammern). Im Code für den Header soll mein Name nicht drin stehen?
    Diese 2 Möglichkeiten sehe ich hier.

    Es wäre bestimmt eine gute Idee, mit nur wenigen Sätzen Ihre Schilderung noch ein bisschen mehr iditotensicher zu machen. Denn hier lesen Leute, die absolut keine Ahnung haben, wie es gemacht wird. Ein bisschen mehr Präzision könnte nicht schaden. Wobei das auf anderen Seiten, die diesen Vorgang beschreiben, aber auch nicht anders ist.

  • Hallo Lothar,

    vielen Dank für dein Feedback. Ich werde noch einmal auf die o.g. Punkte eingehen.

    1. Das heißt nur, dass irgendwo auf der entsprechenden Unterseite (z.B. http://www.webseite.de/blogeintrag.html) der Name des Autors vorkommen muss. Also entweder in den Zusatzinformationen zum Text oder, wie bei mir, ganz unten im Footer. Es sollte also ausreichen den Namen z.B. auch als Unterschrift zu erwähnen.

    2. Damit ist gemeint: Wenn du etwa einen Text für www.webseite.de geschrieben hast, muss die hinterlegte E-Mailadresse name@webseite.de lauten.

    3. Die drei Varianten funktionieren wie folgt.

    1. Man hat im Profil eine Mailadresse mit derselben Domain hinterlegt (siehe 2.)
    2. Man verlinkt irgendwo auf der Seite (z.B. als Unterschrift) seinen Namen, dessen Linktext exakt so lauten muss, wie man auf Google+ heißt (in meinem Fall Frank Krause). Dabei muss das Linkziel (unter href) dem Link zum Google+-Profil entsprechen. An diesen Link wird ein Paramter angehangen, nämlich ?rel=author, also
      <a href=“http://[Link zum Profil]?rel=author„>[Name des Profils]</a>
    3. Man platziert einfach irgendwo zwischen <head> und </head> der Seite den oben angebenen Code.
      <link rel=“author“ href=“https://[Link zum Profil]“ />

    Ich hoffe jetzt war das Vorgehen etwas verständlicher?

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